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Schätze des Weintourismus‘

Die Weinrouten

In der Stadt oder in den Weinbergen, während der Weinlese und über das ganze Jahr – entdecken Sie das Frankreich der Weine. Von Montmartre bis in die Bourgogne: hier einige weintouristische Hinweise, um  das Land zu Fuß, mit dem Fahrrad oder musikalisch zu durchqueren.

Das Weinlesefest von Montmartre

Vom 7. bis zum 11. Oktober feiert Montmartre die Weinlese von seinem neuen Wein 2015. Seit dem 10. Jahrhundert sich auf dem Hügel von Montmartre befindend, haben die Weinstöcke über die Jahrhunderte an Terrain verloren bis sie zu Beginn des letzten Jahrhunderts fast vollständig verschwanden. Sie wurden von der Republik Montmartre gerettet – eines Vereins, der 1921 von einigen in ihren Weinberg liebenden Künstlern gegründet wurde, die entschieden, die Reichtümer zu bewahren. Seitdem sorgen jedes Jahr 1726 Weinstöcke für frischen Wein im Herzen von Paris. Die Weinlesen geben Anlass für Festlichkeiten organisiert vom Komitee für Feste und soziale Aktionen im 18. Arrondissement.

Saint Émilion – im Schatten der Stadtmauern

1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt hat das Dorf Saint-Émilion nicht nur Wein zu bieten. Vor allem ist es ein wunderschöner mittelalterlicher Ort, der im Südwesten Frankreichs mit seinen Kalktürmen lockt. Beim Schlendern durch die Kopfsteinpflastergassen überblickt der Besucher die Rebflächen bevor er wieder hinabsteigt, um die angenehme Kühle in der Dorfkirche zu genießen, die im 11. Jahrhundert in den Fels gehauen worden war. Die Nacht des Kulturerbes – dieses Jahr organisiert am 19. September – gibt die Möglichkeit, Saint-Émilion auch bei Nacht zu entdecken. Zahlreiche Animationen setzen das Dorf und seine Umgebung in Szene. Höhepunkt der Festlichkeiten: das Geräusch und die Lichter des großen Feuerwerks.

Marathon durch die Reben: 42,2 km Wein und Festlichkeiten

Jedes Jahr Mitte September kommen mehr als 8 000 Läufer zu einem eher ungewöhnlichen Marathon in das Dorf Pauillac. Die Teilnehmenden sind überwiegend verkleidet. Angefeuert werden sie durch mehr als zwanzig Orchester. Und man erfrischt sich natürlich nicht mit Wasser, sondern bei einer Verkostung des neuen Weins des Vorjahres an zahlreichen Ständen, die den Laufparcours säumen. Alles während man durch die schönsten Rebflächen Frankreichs läuft. Die gleiche Idee aber andere Rebflächen und während einer anderen Saison bietet der Marathon durch die Reben des Elsass, der im Juni im Osten Frankreichs stattfindet.

Auf dem Fahrrad quer durch die Bourgogne

Die Weinstöcke geben nicht nur das berühmte Getränk. Sie selbst formen märchenhafte Landschaften. Um die Route der großen Weine der Bourgogne mit dem Fahrrad zu bestreiten, muss man gute Ausdauer und Augen beweisen, trotz der Versuchungen: die grüne Strecke durchquert unter anderem die Weinstöcke von der Côte châlonnaise im Norden bis ins Mâconnais im Süden.  Pausen, die eine solche Reise noch verschönern, sind von gastronomischen Charakter: Die Paulée de la Côté châlonnaise Mitte Oktober gibt die Möglichkeit, ausgiebig das Ende der Weinlese zu feiern. Diese Feier stützt sich aber auf eine andere Form der Trunkenheit. Die Trunkenheit, die die Musik auslöst – zum  Beispiel: die Region bietet das ganze Jahr über zahlreiche Festivals an, wie Musik in Chambertin (Musique au Chambertin), das von Jazz bis Chanson verschiedene Musiktypen bietet oder auch Die glorreichen Stunden von Cluny (Les Grandes Heures de Cluny) – ein Festival der klassischen Musik, dem als Veranstaltungsort die Räumlichkeiten der prunkvollen Abtei von Cluny dienen.