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Sebastião Salgado, gefilmt von Wenders

Salgado: Auge des Planets

Herkünftiger Brasilianer und vom Herzen her Franzose, ist der Fotograph Sebastião Salgado ein großer Zeuge unserer Epoche. Er blickt engagiert auf die Welt. Der Dokumentar Der Salz der Erde ehrt ihn.

Gegenüber der Erde und des Elends

Seit dem 15. Oktober im Kino, ist Der Salz der Erde ein dreistimmiger Dokumentarfilm. Die Stimme des Freundes, der Regisseur Wim Wenders. Die des Sohnes, Julian Salgado, der seinen Vater in seinen letzten Expeditionen begleitet hat. Und schließlich die Stimme von Sebastião Salgado selbst, der auf sein Gesamtwerk blickt.

2014 bei Cannes vorgestellt, hat der Dokumentarfilm die Spezialauszeichnung „Un certain regard“ ( ein bestimmter Blick) erhalten.

Geburt eines Fotographen

Le sel de la terre

1944 im Minas Gerais, eine Minen- und Wälderregion, geboren, flieht Salgado im Alter von 25 Jahren vor der brasilianischen Diktatur. Nach Paris geflüchtet, setzt er seine Studien an der Ecole nationale de la statistique et de l‘administration economique (ENSAE) fort. Sehr schnell entscheidet er, sich der Fotographie zu widmen. Frankreich wird von nun an zu seiner zweiten Heimat.

Die Fotographie als Bezeugung

Ab 1980 rist Salgado für große Presseagenturen um die ganze Welt. Er fotographiert die großen Konflikte und die humanitären Krisen des Ende des XX. Jahrhunderts.

Anfang des XXI. Jahrhunderts kehrt er nach Brasilien zurück, um die Böden seiner Kindheit aufzuforsten. Seine Bilder zeugen nun von ökologischen Besorgnissen: sie enthüllen die Schönheit der Erde, aber auch dessen Anfälligkeit.