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Das Collège de France

Eine weltoffene Institution

Das Collège de France, die Hochburg des französischen, intellektuellen Lebens seit der Renaissance, öffnet sich der Welt und trägt die Stimme Frankreichs in der Debatte der internationalen Ideen.

Das Labor des französischen Denkens

Das Collège de France wurde von François Ier im 16. Jahrhundert erschaffen und ist eine angesehene und einzige Institution in seiner Art. Es ist der grundlegenden Recherche in allen Bereichen der Wissenschaft gewidmet, der Literaturwissenschaft und der Künste, es ist ebenfalls ein Ort des Unterrichts, wo kostenlose, hochwertige Kurse erteilt werden, welche für alle zugänglich sind. Diese Kurse, bei welchen man keine Abschlüsse erhalten kann, haben ihre Berufung in der Weitergabe der sich entwickelnden Wissenschaft und in der Darstellung des Recherchezustands in allen Disziplinen.

Das Collège de France ist für die wissenschaftliche Gemeinschaft ein wahrhaftiger Ort der Debatte und der Konfrontation von Ideen und organisiert jedes Jahr ebenfalls ein großes, interdisziplinäres Symposium sowie zahlreiche Kolloquien und Vorträge. 

Henri Bergson, Paul Valéry, Claude Lévi-Strauss, Michel Foucault… Die Geschichte des Collèges ist geprägt von zahlreichen Denkern, die dort unterrichtet haben. Heute zeichnet es sich durch seine Vision einer freien und kühnen Recherche aus, in stetiger Anpassung an die Entwicklung der Welt.

Weltweites Collège de France

Seit den 1990er Jahren führt das Collège de France eine ehrgeizige Politik der internationalen Beziehungen, welche entschlossen ist die französische Recherchen über die Grenzen hinaus erstrahlen zu lassen und sie an der Debatte über die großen, zeitgenössischen Themen teilhaben zu lassen.

So können die Lehrer des Collèges jedes Jahr einen Teil ihres Unterrichts in einer ausländischen Institution anbieten, dank der Partnerschaftsvereinbarungen, welche mit Universitäten der gesamten Welt errichtet wurden. Gastlehrstühle wurden in Deutschland, im Libanon, in Brasilien, in den Vereinigten Staaten und in China erschaffen. Es ergibt sich hierbei für die Lehrer die Gelegenheit ihre Berufskollegen im Ausland zu treffen und dabei manchmal gemeinsame Untersuchungsprojekte zu initiieren. 

Seit einigen Jahren zeigt sich der internationale Ehrgeiz des Collège de France auch im Internet. Zahlreiche Unterrichtskurse und Vorträge, welche online auf Englisch oder auf Französisch untertitelt sind, treffen dort auf einen wachsenden Erfolg.

… und die ganze Welt im Collège de France

Die Wissenschaftler der ganzen Welt sind im Collège de France willkommen. Ein Fünftel der Lehrer haben heute eine ausländische Herkunft und zahlreiche ausländische, junge Forscher arbeiten in den Forschungslaboren der Einrichtung.

Einige jährliche Lehrstühle empfangen übrigens regelmäßig große Persönlichkeiten des internationalen, intellektuellen Lebens. In den letzten Jahren haben dort namentlich der deutsche Maler Anselm Kiefer (Lehrstuhl des künstlerischen Schaffens, 2010-2011), der schwedische Wirtschaftsexperte Thomas Sterner (Lehrstuhl der nachhaltigen Entwicklung – Umwelt, Energie und Gesellschaft, 2015-2016) und der brasilianische Anthropologe Manuela Carneiro da Cunha (Lehrstuhl des Wissens gegen die Armut, 2011-2012) gelehrt.

Indem das Collège so die weltweite Verbreitung von Ideen unterstützt, ist es gewillt zu zeigen, dass Frankreich im 21. Jahrhundert ein bedeutendes Land der intellektuellen Neuerung bleibt und sich an der Spitze des zeitgenössischen Denkens befindet.