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Das unterirdische Frankreich

Auf der Suche nach versteckten Schätzen des französischen Erbes  

Ah, Frankreich mit seinen historischen Denkmälern, seinen hügeligen Landschaften, seinen Weinbergen, seinen einzigartigen Küstengebieten…Aber wisst ihr, dass das Land auch wahrhaftige unterirdische Schätze beherbergt? Lasst euch auf eine Reise in das unterirdische Frankreich ein.

Die Höhle von Lascaux

Die Höhle von Lascaux befindet sich im Périgord (Dordogne) und besteht aus unterirdischen Räumen und Gängen mit einem Höhenunterschied von ungefähr 30 Metern. Die Wände wurden wohl vor ungefähr 18 000 Jahren v. Chr. bemalt! Angesichts der Quantität und Qualität ihrer Fresken hat die berühmte Höhle den Spitznahmen „Sixtinische Kapelle der Vorgeschichte“ durchaus verdient. Sie ist Teil des UNESCO-Welterbes und heute für die Öffentlichkeit aus Gründen der Erhaltung nicht zugänglich. Die Besucher werden die Arbeit der ersten Künstler der Menschheit in Lascaux II schätzen, wo eine identische Rekonstruktion aufgebaut worden ist.

 ©Dominique VIET et Cochise ORY / Office de tourisme de la Vallée de la Dordogne

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Das Aquarium von Paris

Ihr habt vielleicht schon vom Aquarium von Paris gehört. Aber habt ihr gewusst, dass es auf einer komplett unterirdischen Fläche von 3 500 Quadratmeter erbaut wurde? Es war das erste Aquarium der Welt, welches im Jahre 1867 erschaffen wurde und hat den berühmten Roman von Jules Verne „20 000 Meilen unter dem Meer“ inspiriert. Es ist versteckt unter dem Park des Trocadéro, in der Nähe des Eiffelturms und umfasst 500 Tierarten, welche aus den Küstengebieten Frankreichs oder aus der Übersee stammen.

Die Höhlen von Jonas in Saint-Pierre-Colamine

Im Puy de Dôme versteckt sich eine wahrhaftig unterirdische Stadt: die Höhlen von Jonas in Saint-Pierre-Colamine. Auf vier Ebenen werdet ihr ungefähr 60 Räume finden, welche untereinander über Treppen, die in den Stein gehauen wurden, verbunden sind. In der Kapelle, welche in der romanischen Epoche erbaut wurde, könnt ihr wundervolle Fresken aus dem 12. Jahrhundert bewundern.

Die monolithische Kirche von Saint-Émilion

Kursrichtung nun auf das Gebiet der Gironde, in Richtung einer Stadt, welche vor allem für ihren ausgezeichneten Wein, den Saint-Emilion, bekannt ist. Genau dort wurde die größte unterirdische Kirche Europas am Ende des 11. Jahrhunderts erbaut. Diese Kirche von orientalischem Einfluss verbirgt zahlreiche Geheimnisse: man findet dort vor allem die Statue eines franziskanischen Mönchen von mysteriöser Identität, Sarkophagen aus Blei und eine Quelle, welche den Ruf hat Wunder zu vollbringen.

Der Schlund von Padirac

Neben den Kirchen, Fresken und anderen künstlerischen Meisterwerken, zeigt sich die Natur ebenfalls verblüffend. Der Schlund von Padirac in Lot ist eines der meist besuchten unterirdischen Gebiete Europas. Vor Ort ist der Schlund unter freiem Himmel. Um die Höhlen zu entdecken, die ihn umgeben, muss man ein Boot ausleihen: die Schönheit der Stalaktiten, der grandiose und mysteriöse Charakter der Umgebung sind atemberaubend.