sich anmelden/einloggen
Die Start-Up-Unternehmen der kollaborativen Mobilität

Drivy, Blablacar, Tripndrive auf dem Weg zum Erfolg

Seit zehn Jahren revolutionieren französische Start-Up-Unternehmen den Markt der Mitfahrgelegenheit und des Verleihs von Autos zwischen Privatpersonen. Blablacar, Drivy und seit kurzem Tripndrive haben sich aufgemacht, um den internationalen Markt zu erobern.

Blablacar – der Pionier der kollaborativen Mobilität

Der Franzose Frédéric Mazzella hat im Jahre 2006 die Internetseite covoiturage.fr gekauft. Das System schlägt seinen Nutzern vor in Kleingruppen zu reisen, um so für die Gebühren der Autofahrt gemeinsam aufzukommen und es ist noch längst nicht ausgereift. Die Bezahlung findet direkt vor Ort in bar statt. Ein Drittel der Reservierungen wird durch Absagen verkauft. Das wirtschaftliche Modell schwankt zwischecovoituragen Werbung und Abonnement, ohne dass ein Vorgehen überzeugend ist.

Erst 2011 haben dann die Start-Up-Unternehmen eine erfolgreiche Gleichung herausgearbeitet. Unter dem Namen Blablacar wandelt sich die spezialisierte Gesellschaft im Bereich der Mitfahrgelegenheit zur Online-Reservierung und Online-Bezahlung. Das Model von Airbnb, der berühmten Internetseite der Wohnungsvermietung zwischen Privatpersonen, inspiriert Blablacar und so erhebt es nun Gebühren in Höhe von 10 % der Transaktionen. Heute hat das kleine Unternehmen mit mehr als 10 Millionen Benutzer eine Führungsposition in Europa im Bereich der Mitfahrgelegenheiten inne.

Die kleinen Brüder : Drivy und Tripndrive

Die Erfolgsgeschichte von Blablacar hat andere französische Unternehmer inspiriert. Paulin Demanthon, ein Absolvent der HEC, verwandelt das in die Wege geleitete Vorgehen seiner Nachbarn in ein wirtschaftliches Konzept: er ermöglicht das Vermieten von Autos zwischen Privatpersonen. So ist also Drivy geboren. Es ist 2010 an den Start gegangen und als Verbindungsstelle versammelt es heute mehr als 500 000 Benutzer allein auf dem französischen Markt.

Noch jünger ist aber Tripndrive, das im Juli 2013 von drei jungen Unternehmern, François-Xavier Leduc, Arthur de Keyser und Nicolas Cosme in die Wege geleitet wurde. Hier basiert die Idee wieder auf einer einfachen Feststellung: jeden Tag verweilen 18 000 Autos in Frankreich auf den Parkplätzen der Flughäfen. Zur gleichen Zeit und am gleichen Ort werden 6 000 Autos an Privatpersonen vermietet. Warum setzt man diese Reisende nicht miteinander in Verbindung? Die Ersteren würden die Parkplatzgebühren sparen. Die Letzteren könnten von einem bevorzugten Mietpreis profitieren. Der Erfolg lässt nicht auf sich warten: das Konzept wurde bereits in ungefähr zehn französischen Bahnhöfen und Flughäfen umgesetzt.

Das Rennen um die Eroberung des internationalen Marktes

Die Gemeinsamkeit dieser Start-Up-Unternehmen? Sie entwickeln sich in einer phänomenalen Geschwindigkeit und streben die internationale Ebene an.

Blablacar verwirklicht im Juni 2014 eine Kapitalbeschaffung in einer außergewöhnlichen Höhe für ein französisches Start-Up-Unternehmen: 100 Millionen Dollar. Der Mitfahrgelegenheitsdienst existiert bereits in ungefähr zehn Ländern und investiert von nun an in die Türkei und in Indien.

Drivy rechnet ebenfalls damit seine Führungsposition zu verstärken: Nachdem es seinen bedeutendsten Konkurrenten Buzzcar aufgekauft hat, wünscht sich das Start-Up-Unternehmen den europäischen Markt zu erobern. Um seine internationale Entwicklung zu finanzieren, zieht es eine neue Kapitalbeschaffung von 40 Millionen Euro in Betracht.

Tripndrive steht in nichts nach: nach einer Kapitalerhöhung von 800 000 Euro rechnet der Neuankömmling auf dem Carsharing-Markt damit sich in Spanien und in Italien auszubreiten.