Louise Mushikiwabo, ruandische Außenministerin, übernimmt das Amt der Generalsekretärin der internationalen Organisation der Frankophonie (Organisation internationale de la Francophonie, OIF). Für diesen Posten wurde sie im vergangenen Oktober beim Gipfel in Erevan von den Staats- und Regierungschefs der Länder der Frankophonie bestimmt.


Der französische Staatspräsident hat vor einigen Tagen Louise Mushikiwabo in einem Tweet Erfolg gewünscht: „Arbeiten wir zusammen daran, Französisch als eine der zentralen Sprachen in der Welt zu etablieren und eine weltweite politische Gemeinschaft der Frankophonen zu gestalten.“

Der/ die GeneralsekretärIn wird in der Charta der OIF als „Grundpfeiler des institutionellen Gefüges der Frankophonie“ bezeichnet und leitet die politischen Handlungen der Frankophonie. Zudem ist er oder sie das Sprachrohr und der/die offizielle RepräsentantIn der Organisation.


Bei der ersten Pressekonferenz nach ihrer Wahl hat Louise Mushikiwado folgendes klargestellt: „Ich habe dieses Amt nicht angenommen um Wunder zu bewirken. Aber ich bin davon überzeugt, dass sich unsere Organisation an einem Scheideweg befindet.“„Die Welt in der wir leben ist unvorhersehbar“, fügte sie hinzu. „Eine Welt, in der es an Menschlichkeit fehlt, die gleichzeitig aber auch viele Chancen bietet. Für mich bestehen meine Aufgabe, mein Plan und mein Wunsch darin,  die gemeinsame Organisation, die die Frankophonie darstellt, an die richtige Stelle zu bringen. Das heißt dorthin, wo wir etwas bewirken können.“
Louise Mushikiwabo wurde für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt und folgt auf den Ägypter Boutros Boutros Ghali (1997-2002), den Senegalesen Abdou Diouf (2002-2014) und die Kanadierin Michaëlle Jean (2014-2018).

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