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Das Festival d’Avignon

Treffpunkt der Bühnen aus aller Welt

Eine lange Tradition der Offenheit

Das Festival d’Avignon ist weltweit einzigartig : 300 Aufführungen von 40 Theaterstücken jährlich, viele Premieren und Neuschaffungen, ein umfangreiches „festival off“… Jeden Sommer seit 1947 verwandelt sich die ganze Stadt in eine Freiluftbühne, voll mit Theater-, Tanz- und Musikliebhabern aus der ganzen Welt.

Das Festival ist innerhalb von 70 Jahren ein international bedeutsames Kunstevent geworden. Seit den 1950er Jahren empfängt es Theaterbegeisterte zu internationalen Jugendtreffen. In den 1970er Jahren wurde ein ehemaliges Kloster, La Chartreuse, zu einem internationalen Wohnanlage für Künstler umfunktioniert. Jahr für Jahr machen große Theaterschaffende einen Zwischenstopp in Avignon: die Choreographen Pina Bausch und Merce Cunningham aus Italien und den Vereinigten Staaten, der italienische Regisseur Romeo Castellucci… Im Laufe der Zeit entdeckt das Festival Bühnenkunst aus aller Welt und lädt indische, iranische, japanische und sogar taiwanische Gruppen ein.

Seither nehmen internationale Künstler an der Festivalplanung teil. Das war auch der Fall des kongolesischen Autors, Schauspielers und Regisseurs Dieudonné Niangouna 2013 , und des deutschen Regisseurs Thomas Ostermeier 2004. Das Festival lebt von deren vielfältigen Blickwinkeln auf die Welt und die Bühnenkunst.

Von Italien über Syrien bis nach Japan

Treu dieser traditionellen Offenheit hat das Festival d’Avignon auch im Jahr 2016 viele ausländische Künstler empfangen. Der belgische Regisseur Ivo van Hove stellte „Les Damnés“, ein Hauptstück dieser Edition 2016, vor. Diese Adaptation des Films von Luchino Visconti gespielt von der Truppe der Comédie française hat keinen Zuschauer kalt gelassen und wurde nach und nach als großartiges Meisterwerk von „Le Point“ und „Le Monde“ bezeichnet.

Da ein Fokus des Festivals auf dem Mittleren Osten lag, inszenierte der syrische Regisseur Omar Abusaada „Während ich wartete“ („Alors que j’attendais“), ein Stück seines Landsmanns Mohammad Al Attar welches den syrischen Konflikt durch die Figur eines jungen Mannes im Koma thematisiert.

Angélica Liddell, Schauspielerin, Autorin und Regisseurin aus Madrid, stellte ihr neues Werk vor : „¿Qué haré yo con esta espada?. Eine szenische Reise zwischen Paris und Tokyo, aufgeführt in Spanisch, Französisch und Japanisch.

 

27 ausländische Theaterkompanien auf dem „festival Off“

Seit 50 Jahren findet jedes Jahr noch ein anderes unumgängliches Festival in Avignon statt, zeitgleich zu den offiziellen Aufführungen: das „festival Off“. Dank den Kooperationen mit Festivals auf allen fünf Kontinenten ist das „Off“ heute das größte Festival m

it ausländischen Theaterkompanien in Frankreich. Sie kommen zum Beispiel aus Algerien, dem Iran, Taiwan oder England.

Mit der Bühnenkunst als einzige Sprache ist das Festival d’Avignon ein kultureller Treffpunkt in der Welt geworden.