Der riesige Pariser Brutkasten

- F wie Facebook, der digitale Riese erstellt dort sein erstes Startup Garage, eine eigene Werkstätte.

- F wie Freyssinet, der gleichnamige Architekt der Halle wo der „Brutkasten“ das Gelände nach der Sanierung des denkmalgeschützten Eisenbahngebäudes, welche fast drei Jahre dauerte, übernimmt.

- F wie French Tech, die öffentliche Initiative für französische Startups des Wirtschaftsministeriums.

- F wie Free, Unternehmen gegründet von Xavier Niel, welcher die Halle 2013 kaufte und sich den „Brutkasten“ ausdachte.

Das sind vier Schlüsselaspekte des „Startup-Ökosystems“, welches kürzlich im 13. Arrondissement der Hauptstadt eröffnet wurde. 24 Stunden am Tag geöffnet und bereit, 1000 Startups aufzunehmen - der Brutkasten Station F unterstreicht wie nie zuvor die Rolle Paris als „Welthauptstadt der Innovation“, laut Anne Hidalgo, Bürgermeisterin der Stadt.

Ein Campus neuer Unternehmen

Angekündigt als weltweit größter „Campus“ für Start-Ups, bietet Station F 3000 Arbeitsplätze für 195 Euro pro Platz und pro Monat an – der Preis entspricht einem gemeinschaftlichen Coworking-Platz in Paris. Aber die Plätze bleiben teuer: nicht weniger als 100 erfolgreiche Unternehmer aus 21 Ländern bilden die Jury welche zwischen den Unternehmen, die sich für das von Xavier Niel erfundene Founders Program (oder Gründerprogramm) beworben haben, auswählen werden.  Damit verbunden ist das Fighters Program (oder Kämpferprogramm): es bietet dieselben Leistungen und die gleiche professionelle Begleitung, aber kostenlos: das Programm ist für „Unternehmer, die mit weniger Mitteln angefangen haben.“

Alle werden die Gelegenheit haben, mit Spezialisten in Innovation und Entwicklung großer Unternehmen in Kontakt zu kommen: Facebook, Microsoft und Vente-privée haben bereits angekündigt, dass ihre Entwicklungs- oder Beschleunigungsprogramme sich auf dem Campus Station F ansiedeln werden. Ihr Ziel: die Onlinehändler und Datensammler von morgen begleiten.

Die Mittel und insbesondere die Lösungen vergemeinschaften

Neben den Gemeinschaftsbüros und den Möglichkeiten der Unternehmenskooperation werden die Startupper Veranstaltungsräume, eine Bar, ein Postbüro, ein Atelier für digitale Projekte mit 3D Drucker und Küchen in der Station F finden. Die Idee ist alles zu teilen: den Raum, die Ideen und sogar die Duschen (auch wenn es Einzelduschen sind, wie auf der Internetseite betont wird).

Der Anfangsbefund der Gründer? „90% der Probleme, mit denen sich die Startups konfrontiert sehen, können durch andere Unternehmer gelöst werden.“ Anstatt sich als Konku

rrenten zu sehen, lernen die Unternehmen zu kooperieren und vergrößern sich gleichzeitig.

Die Gruppe stellt sich bereits vor, dass die Unternehmer in WGs in hundert Wohnungen wohnen werden, die gerade in Ivry-sur-Seine eingerichtet werden, 10 Minuten von Station F entfernt. Auf das Coworking folgt das Coliving.